Das Katzennetz und der Vermieter

Wer zur Miete wohnt, fragt sich vielleicht, ob der Vermieter das Anbringen eines Katzennetzes verbieten darf. Grundsätzlich sollte man vor dem zur Tat schreiten mit seinem Vermieter sprechen und sich die Erlaubnis einholen das Katzennetz anbringen zu dürfen.

Denn im Allgemeinen bedarf jede Veränderung der Mietsache der Zustimmung des Vermieters. Liegt die Zustimmung nicht vor und bringst du trotzdem ein Katzennetz an, kann ein vertragswidriger Gebrauch vorliegen. Der Vermieter hat dann die Möglichkeit nach § 541 BGB die Beseitigung des Netzes zu verlangen.

Da dieses Thema beileibe kein Einzelfall ist, haben sich in der Vergangenheit auch viele Gerichte mit dieser Frage beschäftigt und heraus kamen dabei vollkommen verschiedene Urteile. Häufige Argumentationsweisen der Vermieter sind dabei, dass die Montage des Netzes in die Mietsache eingreift oder die äußere Erscheinung des Objektes beeinträchtigt.

Gute Chancen hat man also immer, wenn man sich bei diesen Punkten nichts zu Schulden kommen lässt. Am besten wählt man eine Anbringungsmethode, die sich ohne Beschädigung der Gebäudesubstanz wieder entfernen lässt. Wählt man daneben noch ein Katzennetz, dass optisch sehr unauffällig ist, werden die Wünsche des Vermieters erfüllt und die Zustimmung ist sehr wahrscheinlich.

Aber hoffentlich habt ihr einfach einen netten kulanten Vermieter, der im besten Falle auch noch Katzenfan ist – denn jeder der selbst schon die Erfahrung gemacht hat, wird bestätigen können, wie glücklich und zufrieden unsere Stubentiger sind, wenn sie nach draußen streifen und Frischluft tanken können.

Als Abschluss möchte ich noch auf die vielen unterschiedlichen Gerichtsurteile zu diesem Thema hinweisen, die zum Teil hier aufgezählt sind:
Gerichtsurteile zum Streitfall Katzennetz anbringen auf dem Balkon