Wie sich deine Wohnungskatze königlich bei dir fühlt

Mit Katzennetzen kann man die Welt einer Wohnungskatze spannend und intensiver gestalten. Sie sind also immer eine erstklassige Möglichkeit Abwechslung in den Katzenalltag zu bringen. Doch auch daneben gilt es einiges zu beachten. Lies hier eine Zusammenstellung wichtiger Punkte, damit du bei der Haltung deiner Katze alles richtig machst.

1. Die Wohnung an sich

Größe
Grunsätzlich geht man bei der Haltung von 2 Katzen von einer Mindestgröße von 40qm aus. Allzu streng sollte man diese Empfehlung nicht auslegen, da vor allem die Gestaltung der größte Wohlfühlfaktor für die Katze darstellt. Zu sehr unterschreiten sollte man den Wert aber auch nicht. Als zweite „Regel“ gilt, dass jede Katze einen Raum zum zurückziehen haben sollte, damit sie ihre Ruhe haben kann, wenn sie mal genervt ist. Es sollte für die Katze auch möglichst keine Tabuzonen geben, da sie ihre Umgebung sehr gerne erkundet – außerdem ist die schon durch die Wände der Wohnung begrenzt!
Auch wichtig: Wenn deine Wohnung nur 1 Zimmer hat, beachte auch folgendes: Eine große Wohnung mit nur einem Zimmer bietet der Katze zu wenig Abwechslung. Wenn sie alles mit nur einem Blick beobachten kann, wird sie nicht animiert auf Entdeckungsreise zu gehen.

Ausstattung
Ganz elementar ist bei einer Wohnung neben der Größe natürlich die Gestaltung der Wohnung. Dabei ist der Katze ziemlich egal, wie toll dein Sofa mit deinem Schrank harmoniert, auch wenn du Wochen dafür verbracht hast, die Möbel auszusuchen. Jede Katze stellt ganz eigene Ansprüche an ihr Zuhause. Vorallem Kletter- und Kratzmöglichkeiten sind enorm wichtig.
Ein Kratzbaum darf also in keinem Katzenhaushalt fehlen. Aber auch mit weiteren Möglichkeiten, z.B. einem „Catwalk“, der variantenreich in die Wohnung integriert werden kann, genießen deine Katzen in Zukunft spannende Entdeckungstouren. Du kannst dazu ganz einfach Regalbretter nutzen, auch oben auf Schränken wird gerne geklettert, Kratzbäume sind natürlich immer beliebt und können auch mit den anderen Elementen zu einem interessanten Catwalk kombiniert werden.
Durch den Einbezug der dritten Ebene kann auch eine kleinere Wohnung besser und großflächiger genutzt werden. Was bringt eine große Wohnung, auf der nur auf dem Boden gespielt werden kann?

Faustregel: Desto mehr du in „die Höhe baust“ und deiner Katze Klettermöglichkeiten und auch erhöhte Schlafplätze bietest, desto besser!

Auch das Kratzen sollte nicht zu kurz kommen. Neben dem klassischen Kratzbaum sollten auch andere Optionen zum Krallen wetzen geboten werden. Kratzbretter an der Wand oder auch „Scratchpads“ sind ideal, da Katzen gerne auch in unterschiedlichen Stellungen kratzen, also sowohl vertikal als auch horizontal.

2. Die Wohnung wird mit Leben gefüllt

Wichtig: Nach Möglichkeit Katzen immer zu zweit halten!

Katzen sind Einzelgänger? Dieser betagte Spruch ist weit gefehlt, Katzen jagen zwar alleine, sind aber sehr gesellige Tiere. Sie brauchen einen Partner, der die gleiche Sprache spricht.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber diesen bestätigen die Regel.
Gönn‘ deiner Katze also einen Freund, mit dem sie durch dick und dünn gehen kann! Der nicht nur die gleiche Sprache spricht, sondern auch jederzeit Gewehr bei Fuß steht, wenn es um Kuscheln, Kämpfen & Spielen geht.

Die Beschäftigungstherapie: Katzenspielzeug macht munter

Eine Katze, die in einer Wohnung lebt, muss ihren Spiel- und Jagdtrieb auf andere Art und Weise ausleben als nach Mäusen zu jagen, was ein Großteil ihres Tages in freier Wildbahn ausfüllt. Katzenspielzeuge und interaktive Spiele mit dem geliebten Menschen sind daher Pflichtprogramm auf dem Katzentagesplan.
Fast jede Katze liebt Spielangeln, sie befriedigen den natürlichen Jagdtrieb und der Mensch bringt sich in das Spiel ein. Wenn alleine gespielt werden soll, sind kleine Mäuse oder Bälle gut geeignet. Sehr oft sind die Samtpfoten aber auch z.B. von Spielschienen oder Futterlabyrinthen begeistert, die in die Rubrik „Beschäftigungsspielzeuge“ fallen.
Um auch für geistige Auslastung zu sorgen, eignen sich Intelligenzspielzeuge, die in einem großen Anzahl dargeboten werden.

3. Im Einklang mit der Natur

Katzengras
Da Katzen in der freien Wildbahn ihr Fell an Bäumen, Ästen oder Gräsern abstreifen, verschlucken sie bei der täglichen Fellpflege weniger Haare. Durch regelmäßiges Bürsten wird die Menge an Haaren reduziert und durch das Katzengras können die noch überschüssigen Haare „mit einem Mal entledigt“ werden.
Ein Teil der Haare kann auch durch den Darm nach draußen befördert werden. Hierbei hilft Katzenmalz oder mit Malz befüllte Leckerlis, die ab und zu verabreicht werden können.

Katzenfernsehen
Katzen lieben es zu beobachten. Freigeräumte Fensterbänke sind daher Pflicht. Deko und Pflanzen finden auch an anderer Stelle einen ehrwürdigen Platz. Natürlich spricht auch nichts dagegen ein königliches Schlafplätzchen mit einem gemütlichen Kissen direkt vor dem Fenster einzurichten. Katzen lieben nun mal Luxus.
Spannender Tipp: Schmeiß doch mal Google oder Amazon an und suche nach „Katzen-DVD’s“.

Gerüche der Wildnis
Natürlich möchte auch die Nase nicht zu kurz kommen und spannende Eindrücke von „der großen Welt“ wahrnehmen. Mit einem kleinem Freiplatz wie z.B. dem Balkon ist dies natürlich leicht realisiert. Aber auch wenn diese Option nicht besteht, können Gerüche einfach von draußen nach drinnen gebracht werden. Wie wäre es z.B. mit aufregenden Fundstücken aus der Natur wie ein paar bunten Herbstblättern? Achte jedoch auf die Gefahr Krankheitserreger mitzuholen und mache dies deshalb nur, wenn die notwendigen Impfungen vorhanden sind.

Und die Ohren?
Draußen gibt es neben den Gerüchen und dem visuellen Anreiz auch immer was Neues zu hören. Daher gebe ich dir den Tipp auch mal in der Wohnung für eine unterhaltsame Geräuschkulisse zu sorgen. Lasse doch einfach mal das Radio laufen oder lege eine CD ein, die Geräusche aus der Natur in die Wohnung bringt.

4. Rückzug & Sicherheit

Auch wenn deine Katze deine menschliche Nähe liebt, gibt es manchmal Situationen, in denen sie sich zurückziehen möchte. Dieses Bedürfnis solltest du unbedingt respektieren und ihr eine Möglichkeit dafür bieten. Höhlenartige und warme Plätze liebt sie dabei besonders. Beobachte deine Katze am besten, sie sucht sich ihren Ort dafür in aller Regel selbst aus.

Zum Schluss darf aber auch nicht die Sicherheit außer Acht gelassen werden. Auch wenn dieses Thema nicht so spannend ist – es kann lebenswichtig sein!

Beachte am besten folgende Punkte:

  • Keine giftigen Pflanzen oder Substanzen wie z.B. Putzmittel dürfen in Reichweite sein.
  • Stromkabel sollten nicht so in der Wohnung plaziert werden, dass die zum Knabbern und Spielen anregen. Beobachte deine Katze!
  • Gekippte Fenster oder Balkontüren können zur echten Gefahr werden! Lass‘ deine Katze niemals alleine, wenn ein Fenster geöffnet ist. Sie kann stecken bleiben und durch die Verletzung innerer Organe tödlich verunglücken.
  • Balkone, Loggias und ähnliche Freisitze müssen immer abgesichert sein! Schau dir dazu unsere empfehlenswerten Katzennetze an.

Noch ein kleiner Tipp: Katzenminze und Pheromone sind spitze um deine Katze auf sanfte Weise zu überlisten. Verteile Katzenminze auf legalen Kratzplätze, damit diese schneller akzeptiert werden. Pheromone sind nützlich deiner Katze beim entspannen zu helfen, wenn sie sich einmal nicht wohlfühlen sollte.